Ende 2015 ist unser neuer Milchviehstall gebaut worden mit Platz für 200 Kühe und einem Melkzentrum.

Gemolken wird in einem DeLaval 28er Innenmelker Karussell. Zum Jahreswechsel 2015/2016 ist unsere Herde von 70 Kühen auf 200 Kühe gewachsen. Unsere Herde besteht seitdem größtenteils aus schwarzbunten Holsteins.

Zuvor wurden 70 Fleckvieh Kühe auf unserem alten Standort gemolken.

Bei der Ausrichtung auf eine leistungsstarke Milchviehherde war jedoch der Wechsel auf Holstein Kühe sofort klar und unumgänglich.

 

Deutsche Holsteins - leistungsstark, gesund und langlebig

Folgende Eigenschaften überzeugen uns, dass die Schwarzbunten-Holsteins für uns die idealen Milchkühe sind und bleiben:

 

  • korrektes und widerstandsfähiges Fundament
  • gesundes und gut melkbares Euter, das in Qualität und Funktionsfähigkeit hoheTagesleistungen über viele Laktationen ermöglicht und die Ansprüche moderner Melksysteme erfüllt
  • stabile Gesundheit und korrektes Fundament
  • hohe Milchleistung und entsprechendes Entwicklungspotenzial
  • großes Futteraufnahmevermögen
  • genetisches Leistungspotenzial: 10.000 kg Milch mit 4 % Fett und 3,5 % Eiweiß
  • Kreuzhöhe: 145 bis 156 cm
  • Gewicht: 650 bis 750 kg 

Deutsche Holsteins produzieren im Durchschnitt knapp 10.000 kg Milch im Jahr mit einem hohen Gehalt an Eiweiß und Fett. Die langlebige Holsteinkuh verfügt über einen funktionalen Körperbau mit korrekten Beinen und Klauen sowie über ein großes Futteraufnahmevermögen. Ein dauerhaft fest ansitzendes, gut melkbares Euter ist Voraussetzung für viele Laktationen mit hoher Milchleistung. 

Neben hoher Milchleistung verfügen Holsteinkühe auch über eine gute Fruchtbarkeit, wofür hohe Konzeptionsraten und Leichtkalbigkeit charakteristisch sind. 

Im Rahmen einer gesunden Aufzucht erzielen die Jungrinder mit einem hohen Anteil an Grundfutter bzw. viel Weidegang mittlere tägliche Zunahmen. Grundlage für die Besamung der Färsen ist nicht ihr Alter, sondern ihre körperliche Entwicklung. Ein Erstkalbealter zwischen 25 und 28 Monaten hat sich als sehr positiv für die spätere Entwicklung der Kuh und ihrer Milchleistung erwiesen und wird angestrebt.

 

Unerlässlich für eine gesunde und leistungsstarke Herde ist ein professionelles, gut strukturiertes und zielorientiertes Herdenmanagemant. Tägliche Kontrollen der Kühe sowie Erfassung und Auswertung der vorliegenden Daten ist Vorraussetzung für eine „gut laufende“ Herde.

Auch ein regelmäßiger Austausch mit Experten aus den Bereichen Tiergesundheit und Fütterung ist ein weiterer Grundstein unserer Arbeit.

 

Aktuell befinden wir uns in der Planung des nächsten Bauabschnittes. Hier ist eine Erweiterung des bestehenden Milchviehstalles geplant.


 

Vorurteil Massentierhaltung

 

Massentierhaltung: Ein wunderschöner Begriff um in den Medien Aufmerksamkeit zu bekommen. Sie ist ein Kampfbegriff gegen jede Form der bäuerlichen Tierhaltung geworden.

 

Und der Chor der Kritiker ist groß: Parteien, Prominente, Tierrechtler, Umweltschützer: alle sind sich einig, dass es „so ja nicht weitergeht“.

 

Jedem Nutztierhalter stehen 80 Mio. sachkundige Tierhaltungsexperten gegenüber, denn jeder unserer Mitbürger glaubt, sich ein Urteil erlauben zu können.

 

Wünschenswert ist es, dass sich jeder dieser selbsternannten „Tierhaltungsexperten“ bitte einmal folgendes überlegt:

 

Haben sie sich einen modernen, hellen, luftdurchlässigen Laufstall mit ausreichenden, sauberen Liegeboxen selbst angeschaut? Hier hat jedes Tier genügend Platz um anderen, ranghöheren Tieren aus dem Weg zu gehen oder sich an einer Kuhbürste massieren zu lassen. Das Futter wird in modernen Ställen, nach vorherigen Analysen, bedarfsgerecht täglich frisch gemischt und vorgelegt. Die Gesundheit unserer Herde ist Voraussetzung für eine gute Milchproduktion. Hierin liegt unsere tägliche Aufgabe.

 

Nun stellen Sie dem bitte die „guten, alten kleinen“ Ställe von früher gegenüber.
Dunkel, stickig, eng, Anbindehaltung oder Überbelegung.
Machen sie sich selbst einmal ein Bild davon, wie die Tiere von der Weiterentwicklung der Haltungsformen profitiert haben.

 

Wir haben in Deutschland sehr hohe Auflagen beim Stallbau, bei der Tierhaltung sowie bei der Verwendung von Tierarzneimitteln –und das ist auch gut so! Doch nach diesen Auflagen richten wir uns! Immer wiederkehrende Kontrollen sind Voraussetzung dafür, dass auch die „schwarzen Schafe“ in unsere Branche zur Rechenschaft gezogen werden. Denn wir arbeiten mit viel Leidenschaft, Enthusiasmus und Freunde mit unseren Kühen und erfüllen die strengen Anforderungen gern.